Die Ernährung des Labrador Retriever

Die Ernährung des Labrador Retriever Die Ernährung des Labrador Retriever

Wir haben nun also einen Labrador im Haus, der natürlich auch Futter benötigt. Vielleicht denken wir, dass es sehr einfach ist, unseren Hund zu versorgen. Wir kaufen einfach Hundefutter in der Dose, oder noch einfacher Trockenfutter. Es gibt ja so viele günstige Angebote. Dann kaufen wir noch Leckerlis und haben nun alles Nötige für unseren Welpen organisiert.
So einfach ist es jedoch nicht.
Wenn unser Hund gesund aufwachsen soll, ist die Ernährung des Labrador Retriever ein komplexes Thema. Inzwischen ist bekannt, wie sehr Ernährung und Gesundheit zusammenhängen. Wenn wir uns also über einen gesunden und munteren Hund freuen wollen, sowie unsere künftigen Tierarztkosten niedrig halten möchten, sollten wir uns gründlich über die Ernährung unseres neuen Hausgenossen informieren. Dazu gehört auch der Umgang mit Leckerli. Labrador Retriever sind bekannt für ihre Gefräßigkeit und neigen zu Übergewicht. Von daher sollten wir Leckerli nur sehr kontrolliert einsetzen und unseren Welpen von Anfang an lieber mit Streicheleinheiten belohnen.
Wesentlich für die künftige Gesundheit und Sicherheit unseres Labradors ist es, dass unser Hund erst frisst, wenn wir es ihm erlauben. Das ist keine unnötige Schikane. Es kann verhindern, dass unser Hund beim Spazieren gehen irgendwelche vermeintlichen Leckerbissen schluckt. Diese könnten beispielsweise Giftköder sein. Wir retten also vorbeugend unserem Hund das Leben, wenn er nur Futter zu sich nimmt, das wir genehmigt haben.

Worauf sollen wir beim Füttern achten?

Wir holen unseren Welpen vom Züchter ab und dieser hat uns hoffentlich informiert, mit welcher Nahrung unser Hund bisher gefüttert wurde. Dieses Futter sollten wir, jedenfalls anfangs, auf jeden Fall weiter verwenden. Eine abrupte Futterumstellung kann den Magen-Darmtrakt unseres Welpen zu sehr belasten und ihn schädigen.
Es ist jedoch sinnvoll, dass wir uns im Vorfeld über die unterschiedlichen Fütterungsmethoden informieren, um die beste Möglichkeit für uns und unseren Hund zu finden. Vor allem in den ersten Lebensmonaten benötigt unser Welpe eine andere Futterzusammenstellung, als ein ausgewachsener Hund. Ein junger Hund wird anfangs 5 -6 mal täglich gefüttert. Dies wird im Lauf der Monate reduziert und ein ausgewachsener Hund benötigt noch zwei Mahlzeiten am Tag.

Welches Futter ist für unseren Welpen richtig?

Wenn wir Futter kaufen, müssen wir darauf achten, dass dieses Futter speziell für Welpen geeignet ist. Auf der Packung oder Dose darf keineswegs die Bezeichnung „adult“ stehen. Das wäre ein Futter für ausgewachsene Hunde, mit dem wir unserem Welpen sehr schaden können. Die Unterscheidung zwischen Welpenfutter und Futter für ausgewachsenes Hunde ist deswegen so wichtig, weil Hundefutter oft sehr viel Rohprotein enthält. Dieses beschleunigt das körperliche Wachstum. Ein rasches Wachstum belastet jedoch die Gelenke, wodurch die berüchtigten Gelenkerkrankungen wie HD (Hüftgelenkdysplasie)und ED(Ellbogendysplasie) entstehen können. Gerade bei großen und relativ schweren Hunden, wie den Labradoren, sind Gelenkerkrankungen durch falsche Ernährung häufig. Natürlich fressen in der Natur beispielsweise junge Wölfe das gleiche Futter wie ihre Eltern. In Dosen und auch in Trockenfutter ist das Eiweiß allerdings in viel stärker konzentrierter Form enthalten, als bei einem Beutetier.

Welche Inhaltsstoffe enthält ein Hundefutter?

Für die Ernährung unseres Hundes ist wichtig, dass wir wissen, welche Inhaltsstoffe in dem Futter vorhanden sein müssen. Das sind: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Von großer Bedeutung sind auch Vitamine und Mineralstoffe.
Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor sollte in der Welpennahrung 1,5 : 1 betragen.

Wie lange muss ich Welpennahrung füttern?

Darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Es gibt Züchter, die empfehlen, ab dem 04. Monat auf Juniorfutter umzustellen. Meist wird davon ausgegangen, dass die Wachstumsphase mit ca 9 Monaten abgeschlossen ist. In diesem Zeitraum müssen wir Futtermenge und Futterzeiten mehrfach umstellen.
Im Alter von ca 4 Monaten werden die Fresszeiten auf täglich vier Mahlzeiten umgestellt, mit fünf Monaten können sie dann auf täglich drei Mahlzeiten reduziert werden. Gleichzeitig wird die Futtermenge erhöht, sodass unser Welpe jederzeit die Nährstoffe erhält, die er für sein Wachstum braucht.
Wenn wir Vertrauen zu unserem Züchter haben, ist es sinnvoll, sich von ihm beraten zu lassen.

Wieviel Futter sollen wir geben?

Bei Fertigfutter ist die nötige Futtermenge auf der Packung beziehungsweise Dose angegeben. Wir sollten uns anfangs vor allem bei Trockenfutter an die empfohlene Untergrenze halten und die Menge nur erhöhen, wenn unser Welpe nicht genügend zunimmt. Die Rippen sollten keinesfalls zu sehen, aber zu fühlen sein. Durch regelmäßiges Wiegen können wir das Gewicht unseres Hundes kontrollieren. Normalerweise bekommt ein Labrador mit einem Gewicht von 25 Kilogramm ca 300 Gramm hochwertiges Trockenfutter. Bei einem Körpergewicht von 35 Kilogramm gehen wir von einer Futtermenge von ca 400 Gramm aus. Die Futtermenge hängt jedoch davon ab, wie viel Bewegung unser Hund hat. Übergewicht sollte in jedem Fall vermieden werden. Es führt zu Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes.

Die Fütterung von Trocken bzw. Dosenfutter

Um gutes Hundefutter zu kaufen, ist es für uns wichtig, die Futteretiketten entschlüsseln zu können.
Der Bestandteil, der an erster Stelle steht, ist auch in der größten Menge vertreten.
Hauptbestandteil eines guten Hundefutters sollte Fleisch sein und nicht Getreide. Aber Vorsicht: Wenn wir beispielsweise lesen :4% Huhn, so bedeutet das nicht, das es sich um Hühnerfleisch handelt. Solange der Huhnanteil nicht als Fleisch genannt wird, können sich auch minderwertige Bestandteile eines Huhns darin befinden. Generell ist zu sagen: Wenn alle Futterbestandteile namentlich genau genannt werden und nicht unter einer schwammigen Bezeichnung wie tierische oder pflanzliche Nebenprodukte, sowie Öle und Fette, verborgen sind, weist das Futter eine bessere Qualität auf. Zucker, sowie Farb- und Aromastoffe und Konservierungsstoffe haben in einem guten Hundefutter nichts verloren. Zucker und Aromastoffe übertönen den schlechten Geschmack minderwertiger Produkte. Farbstoffe sind für das menschliche Auge bestimmt und sie können, wie Konservierungsstoffe, Allergien auslösen.
Hundefutter, bei dem Getreide, Mais oder ähnliches an erster Stelle stehen, ist nicht hochwertig und damit nicht zu empfehlen. Es gibt Futtermittelhersteller, die unterschiedliche Getreidearten getrennt aufführen, so dass im Endeffekt doch mehr Getreide als Fleisch im Futter enthalten ist – auch wenn das Fleisch an erster Stelle steht. Beim aufmerksamen Lesen der Etiketten wird uns dies jedoch auffallen und wir können ein hochwertigeres Futter wählen.

Weitere Kennzeichen eines guten Futters

Ein wichtiger Hinweis eines hochwertigen Hundefutters ist auch die angegebene Fütterungsmenge. Ein hochwertiges Futter muss nicht in großen Mengen gefüttert werden. Der Kot unseres Hundes gibt uns ebenfalls Aufschluss über die Qualität des Futters. Er sollte wohlgeformt und nicht übelriechend sein. Sehr große Kothaufen deuten auf eine schlechte Futterverwertung und damit auf minderwertiges Futter hin.
Die Haut und das Fell sollen glänzen und keine Schuppen aufweisen.

Gemüse und Obst für unseren Labrador

Bei den Inhaltsstoffen des Dosenfutters oder der Trockennahrung finden wir auch immer einen Gemüseanteil.
Die natürliche Ernährung von Hunden in freier Wildbahn würde zu einem großen Teil aus Beutetieren bestehen. Erbeutet der Hund eine Maus oder ein Wildkaninchen, verspeist er beides meist komplett, also mit Mageninhalt und erhält so automatisch eine Portion „Gemüse“.
Vielleicht liebt unser Labrador auch Fallobst und frisst mit Begeisterung weiche Birnen, Äpfel, oder Pflaumen. Wir sollten aber darauf achten, dass das Obst wirklich reif ist und keine Kerne enthält. Außerdem sollte es, ebenso wie das Gemüse, möglichst püriert werden. Dies hilft unserem Labrador die Nahrung im Magen besser aufzuspalten. Dadurch wird nachgeahmt, dass das Gemüse bzw. die Gräser und Kräuter im Magen des erbeuteten Tieres bereits vorverdaut sind. Wenn unser Hund mal eine rohe Karotte zerkaut, schadet das natürlich nicht.

Welche Gemüse und Obstarten verträgt unser Hund?

Hier eine Auswahl:

  • Apfel (ohne Kerne)
  • Birnen (ohne Kerne)
  • Banane
  • Brombeeren
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Pfirsiche (ohne Kern)
  • Blumenkohl (gedämpft/gekocht)
  • Brokkoli(gedämpft/gekocht)
  • Chinakohl
  • Löwenzahn
  • Mangold
  • Pastinake
  • Zucchini.

Darf unser Hund die Reste unserer Mahlzeiten bekommen?

Diese Frage lässt sich nicht klar mit ja oder nein beantworten. Es gibt natürlich Essensreste, wie Reis, Gemüse, oder Nudeln, oder auch ein Stück Fleisch, die wir unserem Hund in sein Futter mischen können. Generell sollten wir aber kein gesalzenes oder gewürztes Futter anbieten. Auch gibt es Lebensmittel, die uns gut schmecken, die aber für unseren Hund unverträglich und manchmal sogar giftig sind.
Gar nicht erst beginnen sollten wir damit, dem Hund während unseres Essens Leckerbissen von unserem Teller anzubieten. Damit erziehen wir ihn zum Betteln. Falls wir das bei einem Welpen noch süß finden, so wird es uns bei unserem ausgewachsenen Labrador irgendwann stören.

Hochwertige Fertignahrung – das optimale Futter?

Auch wenn hochwertiges Fertigfutter unseren Hund mit allen nötigen Inhaltsstoffen versorgt,- es ist kein frisches Futter. Stellen wir uns einmal vor, wir müssten uns nur von Konserven oder vorgegartem Essen ernähren. Gesund ist das nicht, was uns auch jeder Arzt bestätigen wird. Bei Hunden ist es nicht anders, auch sie benötigen frische Nahrung, um wirklich optimal ernährt zu werden. Gönnen wir deswegen unserem Hund wenigstens zusätzlich rohes Fleisch oder ab und zu rohe Knochen. Diese dürfen allerdings keinesfalls vom Schwein sein, da rohes Schweinefleisch der Überträger des Aujetzkyvirus, einer für Hunde tödlich verlaufenden Krankheit, sein kann. Ansonsten aber sind rohes Fleisch oder rohe Knochen – auch vom Huhn- eine erfreuliche und gesunde Abwechslung für unseren Hund. Hühnerknochen splittern übrigens nur in gekochtem oder gebratenen Zustand. Ein Zuviel an Knochen kann jedoch bei unserem Labrador auch zu Verstopfung und schlimmstenfalls zu einem Darmverschluss führen. Wir können unserem Hund auch geraspeltes oder leicht gegartes Gemüse in das Futter mischen. Dabei müssen wir darauf achten, dass es sich um Gemüsesorten handelt, die unser Labrador verträgt.
Wenn wir sehen, wie sich unser Hund an frischem, rohen Fleisch erfreut, dann können wir uns auch die nächste Fütterungsmethode überlegen, die wenn sie richtig ausgeführt wird, wohl am Gesündesten ist.

BARF – die biologisch artgerechte Rohfütterung

Bei dieser Fütterungsmethode, kurz BARF genannt, handelt es sich um eine Fütterung auf der Basis von rohem Fleisch, Knochen und Gemüse. BARF ist eine sehr gesunde und natürliche Ernährung, die keine künstlichen Zusatzstoffe enthält. Speziell bei Hunden, die auf Dosen-oder Trockenfutter mit Störungen im Magen-Darmtrakt, oder Allergien reagieren, ist sie sehr bewährt.
Wenn wir befürchten, dass sich unser Labrador über rohes Fleisch mit Parasiten, Bandwürmern oder Salmonellen anstecken könnte, frieren wir das Fleisch einfach portioniert für einige Tage ein. Sollten wir uns für das Barfen entscheiden, ist es ohnehin sinnvoll, Fleisch, Knochen und Innereien in größeren Mengen einzukaufen und diese dann portionsweise einzufrieren. Damit verringert sich auch die Zubereitungszeit und, wie schon geschrieben, werden eventuelle Parasiten während des Einfrierens abgetötet. Die richtige Zusammenstellung von Fleisch, Knochen und Gemüse, sowie den nötigen zusätzlichen Mineralstoffen und Vitaminen ist inzwischen portionsweise für unterschiedliche Hunderassen auch über Onlineshops beziehbar. Dies vereinfacht die Futterherstellung noch mehr. Ein ausgewachsener Labrador benötigt mit einer BARF Ernährung täglich ca 2 bis 3 Prozent seines Körpergewichtes.
Eine BARF Ernährung ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, unseren Labrador optimal zu ernähren. Um richtig zu füttern, müssen wir uns allerdings sehr genau über den Nährstoffbedarf unseres Hundes informieren. Vor allem in der Anfangszeit benötigen wir für BARF also mehr Zeit, später eignen wir uns dann eine gewisse Routine an. Es gibt zahlreiche Broschüren, in denen wir uns genau über BARF informieren können und die uns die nötige Hilfestellung geben. Wenn wir mit dem Hund verreisen, kann BARF jedoch ein Problem werden. Von daher ist es gut, wenn unser Labrador auch an ein hochwertiges Fertigfutter gewöhnt ist.

Labrador während des Urlaubs barfen

  • Am Urlaubsort einkaufen

Wenn wir nicht die Möglichkeit haben, tief gefrorenes Futter in einer Kühlbox mitzunehmen oder wenn kein Platz für die Lagerung in einem Kühlschrank oder einer Gefrierbox vorhanden ist, können wir Fleisch beim Metzger oder im Supermarkt vor Ort einkaufen. Wir kaufen Hackfleisch vom Rind oder erkundigen uns nach Schlachtabfällen. Auch die anderen notwendigen Zutaten wie Gemüse, Obst und Öl können wir am Urlaubsort erstehen.

  • Trockenbarf

Eine Alternative für Reisen mit unserem Hund ist gewolftes, getrocknetes Fleisch, das mit frischem Gemüse und Flocken angereichert werden kann. Vor dem Fressen muss das Trockenbarf in Wasser eingeweicht werden. Es ist ideal zum Mitnehmen und kann auch als Leckerli verfüttert werden.

  • Teil-Barfen

Noch einfacher ist das Teil-Barfen. Unterwegs geben wir unserem Hund hochwertiges Trockenfutter und bieten ihm natürlich Wasser an. Am Abend wird unser Labrador in der Ferienwohnung mit den Zutaten gebarft, die wir am Ferienort erstanden haben. Wenn wir nur für einige Tage verreisen, können wir auf das Barfen durchaus auch einmal verzichten.

Was sollte unser Labrador auf keinen Fall fressen?

Es gibt Lebensmittel und Zusatzstoffe, die für unseren Hund im besten Fall unverträglich und im schlimmsten Fall giftig sind. Die folgende Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Aromen

Falls wir selbst für unseren Hund Leckerli backen, sollten wir keine künstlichen Aromen hinzufügen. Unser Labrador kann darauf allergisch reagieren.

  • Avocado

Sowohl das fette Fruchtfleisch, als auch der Kern, sind für unseren Hund nicht verträglich.
Avocados können folgende Symptome auslösen:
Schädigung des Herzmuskels, Atemnot, Husten, Aszites (eine krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum)
Rohe Bohnen und Hülsenfrüchte werden ebenfalls schlecht vertragen.
Die Folgen können sein:
Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall,(der auch Blut enthalten kann), verminderte Urinausscheidung, Appetitlosigkeit, Kolik, Fieber

  • Bittermandeln

können Lähmungserscheinungen, Zittern und Fieber auslösen

  • Rohes Eiklar

führt zu einem Biotinmangel. Eigelb kann roh gegeben werden oder das ganze Ei gekocht verfüttert werden.

  • Geschmacksverstärker

Sie können Allergien auslösen.

  • Gewürze

Scharfe Gewürze reizen die Magenschleimhaut und können zu einer Magenschleimhautentzündung führen.

  • Kaffee

Dieser kann zu Herzrhytmusstörungen führen. Zudem entsteht beim Abbau von Koffein Theobromin. Dies ist eine für Hunde giftige Substanz, die auch in Schokolade enthalten ist.

  • Rohe Kartoffeln

Sie verursachen Erbrechen und Durchfall. Auch sind rohe Kartoffeln für Hunde unverdaulich und können giftig sein.

  • Knoblauchzehen und granulierter Knoblauch

Der an und für sich gesunde Knoblauch hat leider für Hunde das Risiko einer lebensbedrohlichen Anämie (Blutarmut). Kleine Mengen sind unbedenklich, wenn sie ab und zu verfüttert werden (zum Beispiel in Keksen). Es sollten jedoch wirklich nur winzige Mengen und diese nicht oft gegeben werden.

  • Rohe Kohlpflanzen

sind unverdaulich bis giftig.

  • Macadamianüsse

Sie verursachen öfter Lähmungserscheinungen, es kann zu Zittern und Fieber kommen.

  • Milch

Milch ist von ihrer Zusammensetzung von der Natur für Kälber vorgesehen, die einen völlig anderen Eiweißbedarf haben. Für andere Tiere und auch Menschen ist sie häufig unverträglich. Es wird in letzter Zeit immer häufiger die Frage diskutiert, ob Milch überhaupt ein gesundes Lebensmittel ist.

  • Obstkerne

Auch wenn das Obst selbst für den Hund verträglich ist, die Kerne können Symptome wie Speicheln, Erbrechen, Zittern, Krämpfe, sowie Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinsstörungen verursachen.

  • Rosinen

Die für uns gesunden Rosinen können bei Hunden zu Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall führen. In einigen Fällen kann es beim Hund zu Nierenversagen kommen. Rosinen sind dabei noch gefährlicher als die ebenfalls für Hunde unverträglichen Weintrauben.

  • Schokolade, Kakao

Wir lieben häufig Schokolade und müssen nur auf unser Gewicht achten. Bei Hunden kann der Verzehr zu Durchfall, Erbrechen, Zittern, Krämpfen, Lähmungserscheinungen und auch Bewusstseinsstörungen führen.(Schokolade kann tödlich sein).
Bei Schokolade gilt: Je kleiner der Hund ist und je höher der Kakao-Anteil in der Schokolade ist, umso gefährlicher ist die Schokolade. Durch den höheren Kakaoanteil erhöht sich auch der Theobromin Wert. Selbst einem großen Labrador sollten wir keine kleinen Stückchen Schokolade geben. Durch das Vermeiden von Süßigkeiten schützen wir zusätzlich das Gebiss unseres Hundes vor Karies.

  • Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann die für den Hund tödlichen Aujetzky-Viren (Pseudowuterreger) enthalten. Wenn wir jedes Risiko vermeiden wollen, dann verfüttern wir unserem Labrador Schweinefleisch weder roh, noch gebraten, oder gekocht. Viele Hunde reagieren außerdem auf Schweinefleisch mit einem starken Juckreiz oder sogar Ekzemen.

  • Süßstoff

Dieser kann bei unserem Hund einen tödlichen Abfall des Blutzuckerspiegels bewirken.

  • Tabak

Falls wir rauchen, sollten wir unsere Zigaretten und Kippen unzugänglich für unseren Hund aufbewahren. Das Kauen und der Verzehr von Nikotin führt zu Erregung, Muskelzittern, Erbrechen, Speicheln, erhöhter Atem- und Herzfrequenz, Krämpfen, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps.

  • Walnüsse

Die Nüsse selbst sind für unseren Hund verträglich. Es kann allerdings vorkommen, dass sie von einem nicht sichtbaren Schimmelpilz befallen sind. Dieser ist für Hunde giftig.

  • Weintrauben

Sie können Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall verursachen. In einigen Fällen kann es beim Hund auch zu Nierenversagen kommen.

  • Zucker

Zucker ist ein sogenannter „Vitaminräuber“. In der Hundenahrung hat er nichts verloren.

  • Zwiebeln

Rohe Zwiebeln im Wurstsalat können für uns eine Delikatesse sein. Für Hunde hat die Zwiebel oft unerfreuliche Folgen. Es kann zu Durchfall, Erbrechen, später auch Anämie (Blutarmut), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und beschleunigter Herz- und Atemfrequenz kommen. Auch hier ist die Größe unseres Hundes von Bedeutung. Eine mittelgroße Zwiebel kann bei einem kleinen Hund verheerende gesundheitliche Auswirkungen haben.

  • Gekochter Kohl, Hülsenfrüchte (Bohnen)

Diese Gemüsearten können auch gekocht zu Unverträglichkeiten im Magen-Darmtrakt und zu einer Aufgasung des Magens führen. Nur die gekochten Kartoffeln werden von Hunden normalerweise gut vertragen.

Wir sehen also, dass viele Lebensmittel, die wir Menschen lieben und gut vertragen, für unseren vierbeinigen Freund unverträglich bis lebensgefährlich sein können.

Fazit

Wir haben erfahren, dass die richtige Ernährung und das entsprechende Futter Voraussetzung für ein glückliches und gesundes Hundeleben sind. Wir sollten genügend Zeit übrig haben, um unseren Labrador entsprechend zu ernähren. Vielleicht lernen wir ja sogar durch die Ernährung unseres Hundes auch uns selbst gesund und „artgerecht“ zu ernähren und verbessern damit unsere eigene Gesundheit. Wenn wir dann uns und unserem Labrador noch viel Bewegung an der frischen Luft gönnen, steht einem langen, gemeinsamen Leben nichts mehr im Weg.


Bildnachweis: Kostenlose Bilder von pixabay.com

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