Die Erziehung des Labrador Retrievers – vom knuddeligen Welpen zum idealen Begleithund

Die Erziehung des Labrador Retrievers - vom knuddeligen Welpen zum idealen Begleithund Die Erziehung des Labrador Retrievers – vom knuddeligen Welpen zum idealen Begleithund

Bevor wir uns eingehend mit der Erziehung eines Labrador Retrievers befassen, schauen wir uns einmal an, was für Voraussetzungen unser zukünftiger Hund bereits mitbringt.
Rassehunde werden schon seit längerer Zeit nicht nur nach dem Aussehen, sondern auch nach bestimmten Charaktereigenschaften und Fähigkeiten gezüchtet. Um unseren vierbeinigen Begleiter richtig zu erziehen, sollten wir uns mit seinem Wesen und seinen Bedürfnissen befassen. Nur mit diesen Informationen können wir herausfinden, ob ein Labrador Retriever wirklich der richtige Hund für uns ist und ob wir selbst, ihm, mit unseren vielleicht bereits eingefahrenen Verhaltensmustern, gerecht werden können.

Charakter und Wesen der Labrador Retriever

Labradore wurden ursprünglich als Jagd, – Wasser und Apportierhunde gezüchtet.
Sie brauchen sehr viel Bewegung und müssen auch mental gefordert werden. Diese Hunde sind sehr lerneifrig und motiviert ihren Menschen zu gefallen. Für ein langweiliges Leben sind sie nicht geeignet. Bei Unterforderung können Labradore zur Zerstörungswut neigen.
Besonders die Labradorwelpen können mit ihrem treuen Hundeblick und ihrer fröhlichen ungestümen Art alle Erziehungsversuche vereiteln. Der Kleine ist einfach zu drollig, wenn er mit tapsigen Schritten die Welt erkunden will. Doch auch der süßeste Welpe wird zu einem ausgewachsenen Hund. Gerade deswegen ist eine gute Welpenerziehung sehr wichtig.

Unsere Grundhaltung bei der Welpenerziehung

Zu jeder Hundeerziehung gehören zwei Schlagworte, nämlich liebevoll u n d konsequent. Ein Hundewelpe ist so niedlich und knuffig, dass wir vielleicht geneigt sind, ihm gewisse Unarten zu erlauben, die uns später an dem ausgewachsenen Hund erheblich stören. Wenn wir Stress für uns und unseren Labrador vermeiden wollen, dann heißt es in der Welpenerziehung konsequent zu sein. Ein Hundewelpe, der begeistert an uns hochspringt, ist sicher süß und drollig. Bei einem erwachsenen Hund sieht das jedoch ganz anders aus. Wir verbieten also das Hochspringen bereits unserem Welpen und das bitte mit einem ernsten Gesicht, auch wenn er noch so liebenswert ist. Hunde können unsere Mimik sehr gut entschlüsseln. Geben wir ein Kommando und lachen dabei, so empfängt unser Hund die Information, dass das Kommando nicht ernst gemeint ist. Unser Hund muss klar erkennen können, dass wir die Rudelführer sind. Dies gibt ihm die nötige Sicherheit, sich gut zu entwickeln.

Erziehung zur Stubenreinheit

Jetzt haben wir unseren Welpen also zu uns geholt und hoffentlich ist er nicht jünger als 10 Wochen. Auch die Zeit bei der Mutter ist für den jungen Hund äußerst wichtig, sie vermittelt ihm das erste Gefühl von Geborgenheit und er erhält hier die ersten wichtigen Prägungen.
Vermutlich ist unser neuer Hausgenosse noch nicht stubenrein, so dass gleich die erste Erziehungsaufgabe vor uns liegt. Es gibt zwei wichtige Zeitpunkte, wo wir sofort mit unserem Hund hinaus gehen müssen und zwar nach dem Schlafen und nach dem Fressen. Ansonsten müssen wir den Kleinen aufmerksam beobachten.
Junge Hunde werden unruhig, wenn sie sich erleichtern müssen und dieses Anzeichen ist für uns ein Signal, sofort nach draußen zu gehen. Bei jedem Erfolgserlebnis wird der Welpe überschwenglich gelobt. Falls in der Wohnung ein Missgeschick passiert, bestrafen wir unseren Hund nicht. Wir können jedoch, falls wir ihn „auf frischer Tat“ ertappen, Nein rufen und ihn sofort nach draußen bringen. Dort wird er dann wieder gelobt, wenn er sein Geschäft verrichtet hat. In der Nacht hält ein Welpe noch nicht durch und wir werden öfter aufstehen müssen. Falls das Schlafzimmer nicht tabu für unseren Hund ist, können wir ihn neben unserem Bett in einem Korb oder einer Kiste lassen, aus der er nicht alleine herausklettern kann. Unser Welpe wird uns durch seine Unruhe wecken, da er sein Lager nicht beschmutzen möchte. Dann können wir mit ihm sofort nach draußen gehen. Einen Welpen die ganze Nacht in eine Kiste zu stecken, damit er „durchhält“, ist Tierquälerei und kann auch der Gesundheit unseres Hundes schaden.
In jedem Fall sollten wir uns viel Zeit und Geduld nehmen und unseren Kleinen genau beobachten, dann klappt es mit der Erziehung zur Sauberkeit relativ bald.
Wichtig ist, dass wir unseren Welpen nicht wie ein Baby behandeln, so süß er auch immer sein mag. Wenn wir den Vergleich mit Menschen nehmen, dann sollten wir ihn eher wie ein neugieriges Kind behandeln, das überaus lern- und wissbegierig ist. Wie ein Kind, braucht auch ein Labrador Konsequenz in der Erziehung, denn er wird vermutlich oft versuchen, uns auszutricksen. Dass er natürlich auch ganz viel Liebe braucht, ist selbstverständlich.

Die Grundkommandos

Die Grundkommandos von den Labrador Retriever

Es gibt bestimmte Kommandos, die unser Welpe lernen muss, zu befolgen. Die Kommandos werden in ruhigem und bestimmten Ton gesprochen. Erst, wenn unser Hund das Kommando sehr oft gehört hat (zwischen 30 und 100 Mal), kann er es verinnerlichen. Dabei müssen wir darauf achten, möglichst in derselben Tonstärke zu sprechen. Dann fällt es unserem Hund leichter, die Kommandos zu verstehen.
Ein Kommando für eine bestimmte Situation wird jedoch nur zweimal wiederholt, beim 3. Mal leisten wir „Hilfestellung“, um zu verdeutlichen, was wir meinen und unsere Position als Rudelführer zu zeigen und zu festigen.
Wenn wir mit unserem Hund Kommandos einüben, achten wir darauf, dass er munter und ausgeschlafen ist und belohnen ihn möglichst anschließend mit einem Spaziergang, bei dem er toben kann.

  • Das Kommando: Nein

Es wird viele Situationen geben, in denen wir unseren Welpen an etwas hindern müssen. Das Zerkauen von unseren guten Schuhen ist genauso unerfreulich, wie das Zerreissen von Teppichen. Beim dritten Nein, wenn unser Hund fröhlich weiterkaut, nehmen wir ihm den Gegenstand weg, beziehungsweise entfernen ihn vom Teppich. Hier greift gleich das nächste Wort, das unser Hund lernen muss.

  • Das Kommando: Aus

Unser Welpe hat sich in einen verbotenen Gegenstand verbissen und schüttelt ihn freudig hin und her. Wir sagen in ruhigem und bestimmten Ton „Aus“. Damit wir verstanden werden, legen wir unsere Hand auf das Hundemaul und öffnen von den Seiten mit leichtem Druck den Kiefer unseres Hundes, so dass er den Gegenstand fallen lässt. Jedes befolgte Kommando wird selbstverständlich mit einer Streicheleinheit belohnt.
Übrigens lieben es Labrador Retriever Gegenstände mit sich herum zu tragen. Dies hängt mit ihrer Vorliebe für das Apportieren zusammen. Wir sollten unserem Welpen also erlauben, bestimmte Dinge mit sich herum zu schleppen, beispielsweise einen alten Pantoffel, oder Ähnliches.

  • Das Kommando: Sitz

Dieses Kommando ist sehr einfach mit einem Leckerli zu erreichen. Wir nehmen ein Leckerli in die Hand, knien uns neben unseren Welpen und halten das Leckerli über den Kopf.
Unser Welpe wird sich hinsetzen, um das Leckerli gut sehen zu können. Sobald er mit dem Po auf dem Boden ist, sagen wir “Sitz!” und geben ihm sofort das Leckerli. Diese Übung muss natürlich regelmäßig wiederholt werden. In solchen Fällen ist ein Leckerli als Lob erlaubt, ansonsten genügt ein Lobeswort oder ein Streicheln.
Wir können das Kommando „Sitz“ auch ohne Leckerli beibringen, indem wir das Hinterteil unseres Hundes sanft auf den Boden drücken und dazu Sitz sagen. Sobald er sitzt, wird er mit Worten und kurzem Streicheln gelobt.

  • Das Kommando: Platz

Wenn unser Hund den Begriff “Sitz” beherrscht, können wir mit dem Kommando “Platz” beginnen. Unser Hund sitzt vor uns und wir legen ihm leicht die Hand auf den Rücken, damit er sitzen bleibt. Wir halten das Leckerli verdeckt in der Hand und lassen unseren Hund daran riechen, während wir es zum Boden führen. Unser Hund riecht das Leckerli und wird sich hinlegen, um es zu erreichen. Sobald unser Hund liegt, bzw. sein Bauch den Boden berührt, sagen wir Platz und geben ihm das Leckerli. Auch dieses Kommando muss natürlich oft geübt werden, bevor es zuverlässig befolgt wird.

  • Das Kommando: Hier

Dieses Kommando ist relativ leicht zu erlernen. Immer wenn unser Hund auf uns zu läuft, sagen wir „Hier“ und loben ihn, wenn er da ist, oder geben ihm ein Leckerli.
Generell aber sollten wir mit Leckerlis maßvoll umgehen, da Labrador Retriever sehr verfressen sind. Eine liebevolles Wort muss auch genügen.

  • Das Kommando: Fuß!

Ganz wichtig ist es, unseren Labrador zu trainieren, bei Fuß zu gehen. Das bedeutet, dass er neben uns läuft, also nicht vor oder hinter uns.
Wir nehmen eine Leine, die in etwa doppelt so lang ist , wie unser Arm.
Dann lassen wir unseren Hund „Sitz“ machen und zwar auf Höhe unseres Beines. Der Kopf soll nach vorne gerichtet sein. Daraufhin geben wir deutlich und bestimmt das Kommando „Fuß“ und gehen los.
Wir achten nicht darauf, ob unser Hund gleich mit läuft. Er wird mit uns kommen, wenn wir die nötige Sicherheit ausstrahlen. Wenn wir jetzt zögern, so bedeutet dies Unsicherheit, die sich sofort auf unseren Hund überträgt. Wenn ein Hund seinen Rudelführer ständig unsicher erlebt, wird er ihn irgendwann als Boß absetzen und sich selbst zum Rudelführer machen.
Unser Hund wird vermutlich versuchen, eigene Wege zu gehen, da es so viele spannende Gerüche zu erschnuppern gibt. Auch hier bleiben wir konsequent. Die Leine sollte allerdings nicht gespannt sein, weil sich diese Spannung wiederum auf den Hund überträgt.
Falls unser Hund weglaufen will, ziehen wir kurz seitwärts an der Leine. Wir sollten nie mit der Leine nach oben ziehen. Unser Hund hat eine empfindliche Halswirbelsäule, die nicht gestaucht werden darf. Eventuell benutzen wir statt eines Halsbandes ein Brustgeschirr, so wird eine Stauchung auf jeden Fall vermieden. Nach einer gewissen Zeit hat unser Welpe verstanden, was wir von ihm wollen. Dann wird er von selbst ruhig neben uns laufen. Ganz wichtig ist es immer wieder den Hund zu loben, wenn er sich richtig verhält. Dazu reichen ein sanftes Streicheln und einige liebevolle Worte. Leckerlis sollten nur in Ausnahmesituationen gegeben werden.

Mein Welpe knurrt mich an

Gerade zu Beginn der Welpenerziehung kann es passieren, dass der Kleine uns anknurrt oder laut bellt, weil ihm unsere Erziehungregeln missfallen. In so einem Fall blicken wir ihm starr ins Gesicht, was normalerweise gut wirkt. Ein zusätzliches Erziehungsmittel kann sein, den Hund mit allen fünf Fingerspitzen einer Hand gleichzeitig ruckartig zu berühren, oder ihn etwas zur Seite zu stupsen. Damit ahmen wir ein Verhalten nach, dass in einem Hunderudel ältere Tiere den jungen Hunden zeigen, um sie in ihre Grenzen zu weisen.

Der Rudelführer darf dem Welpen das Futter wegnehmen

Das klingt zunächst eher brutal, kann aber für unseren Labrador lebenswichtig sein. Labrador Retriever sind sehr verfressen, und was sie an eventuell unbekömmlichen Leckerbissen auf dem Spaziergang finden, wird schnell verzehrt. Das kann jedoch gesundheitsschädlich sein, oder gar lebensgefährlich, wenn es sich beispielsweise um einen Giftköder handelt. Wir gewöhnen deswegen unseren Welpen von Anfang an daran, dass wir ihm kurz das Futter wegnehmen können, das er dann natürlich wieder bekommt. Verbunden mit dem erlernten Kommando „Aus“, können wir so unseren Hund vor kritischen und auch lebensbedrohlichen Situationen bewahren.

Unser Labrador beißt

Vermutlich sind wir etwas erstaunt oder vielleicht auch verunsichert, wenn unser Hund unsere Hand in sein Maul nimmt und leicht auf ihr herumkaut. Das ist allerdings nur Zärtlichkeit und hat mit Beißen überhaupt nichts zu tun. Bei einem Welpen zwicken die spitzen Zähne vermutlich, aber das sollten wir übersehen und uns an dem Liebesbeweis unseres Hundes erfreuen.
Es ist auch bei dem erwachsenen Hund pure Zärtlichkeit, wenn er unsere Hand oder auch den Arm in sein Maul nimmt und zart darauf herumkaut. Das sollten wir ihm unbedingt erlauben. Viele Hunde schlecken ihre Menschen auch gerne ab. Dies ist eine eher unterwürfige Form der Zärtlichkeit, die wahre Liebe liegt im Knabbern!
Manchmal artet das zärtliche Knabbern auch in Übermut aus, dann wird fester zugebissen und hier können wir natürlich eine Grenze ziehen.
Wir geben das Kommando „Aus“ und verfahren, wie bereits oben beschrieben. Hat unser Hund unsere Hand freigegeben, wird er selbstverständlich gelobt.
Labrador Retriever sind an und für sich keine Beißer, da sie ausgeglichen sind und nicht zur Dominanz neigen. Wenn unser Hund trotzdem richtig zubeißt, ist in der Erziehung einiges fehl gelaufen und wir sollten uns nicht scheuen, fachlichen Rat, beispielsweise über einen Hundetrainer, einzuholen. Dabei sollten wir unbedingt darauf achten, dass der Trainer nicht mit Strafen arbeitet. Er soll uns helfen, eine gute Beziehung zu unserem Hund aufzubauen, so dass uns dieser vertrauensvoll und nicht aus Angst gehorcht.

Unser Labrador soll einige Zeit alleine bleiben

Wie jedem Rudeltier fällt es auch unserem Labrador schwer, alleine zu bleiben. Dies sollten wir berücksichtigen und ihn wirklich nur, wenn es notwendig ist, für kürzere Zeit alleine lassen.
Wir trainieren das Alleine bleiben mit kurzen Zeitabständen, beginnend mit 5 Minuten und steigern die Zeitspanne langsam, bis er auch einmal zwei oder drei Stunden alleine bleiben kann. Wichtig ist, dass wir uns normal verhalten, wenn wir wiederkommen und unseren vierbeinigen Freund nicht mit schlechtem Gewissen besonders überschwenglich begrüßen. Unser Hund spürt sofort unser schlechtes Gewissen und wird nun bereits anfangen zu weinen, wenn er merkt, dass wir die Wohnung ohne ihn verlassen wollen.
Den Labrador den ganzen Tag alleine in der Wohnung zu lassen, während wir arbeiten, entspricht nicht artgerechter Tierhaltung.

Besuch einer Welpenspielstunde und einer Hundeschule

Wenn wir einen jungen Hund kaufen, nehmen wir ihn von seinen Geschwistern und seiner Mutter fort. Da unser Welpe nun ohne Geschwister ist, sollten wir ihm das Spielen mit anderen Welpen ermöglichen. Gleichzeitig lernt er dabei soziale Kontakte zu anderen Hunden aufzubauen.
Falls wir uns im Umgang mit unserem größer werdenden Hund noch unsicher fühlen, kann der Besuch einer Hundeschule helfen. Wir sollten aber darauf achten, dass mit Belohnung und nicht mit Strafen gearbeitet wird. Unser Hund soll zu uns als Rudelführer eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen und uns gerne gehorchen.

Übungen für den Labrador Retriever

Übungen für den Labrador Retriever

Zu einer guten Hundeerziehung gehört auch, den Hund seinen Fähigkeiten gemäß zu fordern. Dann macht das Hundeleben so richtig Spaß und unser Hund ist ausgeglichen.

  • Das Dummytraining

Dummys sind rollenförmige Säckchen, die meist mit Kunststoffgranulat gefüllt werden. An einer Seite hat das Dummy ein kleines Wurfband. Wir halten das Dummy an dem Wurfband und können es so trotz seines Gewichtes ziemlich weit werfen. Dummys sind entsprechend schwerer als ein Ball, wir werden anfangs vielleicht über ihr Gewicht erstaunt sein. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Gewichten und Ausführungen. Die meisten Dummys gehen im Wasser nicht unter, so dass wir unseren Hund auch dort trainieren können. Schließlich lieben Labradore das Wasser, sobald sie daran gewöhnt sind.
Das Training mit Dummys gehört übrigens zu den speziellen Ausbildungen bzw. Beschäftigungen eines Labradors. Es gibt verschiedene Schweregrade für das Trainieren mit dem Dummy. Um diese zu erlernen, gibt es beispielsweise Angebote für ein Dummytraining für Hund und Herrchen.

  • Fährten legen

Hier legen wir eine deutliche Spur für unseren Hund, die am Anfang nur kurz ist und die wir mit der Zeit verlängern können. In diesem Fall dürfen wir mit Leckerbissen arbeiten, die unser Hund auffinden muss. Gleichzeitig lernt er damit das Kommando „Such“.

Das Dummytraining und das Fährten legen gehören zu den beliebtesten Trainingsinhalten für Labradore. Wir müssen immer berücksichtigen, dass unser Hund sich bewegen möchte und auch geistig gefordert werden will. Gerade wenn er größer wird, ist ein reines Spazieren gehen für ihn oft langweilig. Er möchte toben, apportieren und Aufgaben lösen.

  • Apportieren

Unser Hund wird mit Leidenschaft die Dinge apportieren, die wir auf einem Spaziergang für ihn werfen und uns auch Stöcke, Äste und sonstiges begeistert anschleppen. Hier können wir gleich wieder das Kommando „Aus“ üben und ihn sofort danach loben.

Wie gewöhne ich meinen Welpen an Wasser
Von ihrer Veranlagung her sind Labrador Retriever begeisterte Schwimmer. Dennoch kann es sein, dass unser Welpe anfangs Angst vor dem Wasser hat. Es ist von größter Wichtigkeit ihn keinesfalls zu zwingen. Unser Hund soll begeistert und freiwillig ins Wasser gehen und seinen Spaß daran haben. Oft hilft es, wenn wir einen Hund von Freunden dabei haben, der das Wasser liebt und sich voll Freude hinein begibt. Wir können auch versuchen Stöckchen zu werfen, um zu sehen, ob unser Hund sich traut, sie herauszuholen. Wer einen Garten hat, kann ein Planschbecken für Kinder aufstellen, vielleicht nimmt das unserem Hund die Angst. Generell ist darauf zu achten, dass unser Welpe im Wasser noch gut stehen kann und erst ins tiefere Wasser geht, wenn er voll Begeisterung schwimmt. Keinesfalls darf er sich überanstrengen, er sollte, vor allem anfangs, immer dann wieder aus dem Wasser kommen, wenn er noch voll bei Kräften ist.

Hundepflege

Auch die Pflege unseres Hundes wird bereits im Welpenalter eingeübt. Unser junger Hund gewöhnt sich daran, dass wir ihm ins Mäulchen sehen und seine Pfoten genau betrachten.
Diese Gesundheitsprophylaxe hilft uns im Ernstfall, Zahnstein oder Verletzungen im Maul zu erkennen und rissige Pfoten rechtzeitig zu versorgen. Unser Tierarzt wird es uns danken, wenn er unseren ausgewachsenen Hund untersuchen muss.
Auch an das Bürsten wird unser Welpe bereits von Anfang an gewöhnt. All diese Tätigkeiten sollten für unseren Hund normal sein und ihn nicht unter Stress setzen.
Wir gehen also auch hier mit geduldiger und liebevoller Konsequenz vor und loben unseren Hund, wenn er still hält.

Fazit

Wir sehen, dass uns die Erziehung unseres Hundes vielleicht mehr fordert, als wir anfangs gedacht haben. Inwieweit sie uns gelingt, hängt in erster Linie von unserem Verhalten und unserer Einstellung ab. Nur wenn wir uns „richtig“ verhalten, können wir auch unseren Hund gut erziehen. Dann wird er wirklich von einem süßen und knuffigen Hundekind zu einem idealen Begleiter werden.


Bildnachweis: Kostenlose Bilder von pixabay.com

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