Hunde zu verschenken – Was spricht dafür einen Hund zu verschenken

Hunde zu verschenken – Was spricht dafür einen Hund zu verschenken Hunde zu verschenken – Was spricht dafür einen Hund zu verschenken

Viele Menschen hegen seit ihrer Kindheit einen Traum: Sie wünschen sich einen eigenen Hund. Doch häufig wird die Erfüllung dieses Traumes immer weiter hinausgeschoben, da es stets Gründe gibt, die gegen die Anschaffung sprechen. Mal denkt man, man hat nicht genug Zeit, ein anderes Mal fehlt es an Geld oder Platz. Und doch guckt man sehnsüchtig jedem schwanzwedelndem Vierbeiner hinterher. Kennen Sie auch so jemanden? Und sind Sie sich sicher, dass die Gegenargumente eigentlich nur vorgeschoben sind, weil das letzte bisschen Mut zur tatsächlichen Anschaffung eines Hundes fehlt? Dann können Sie darüber nachdenken, ob ein Hund vielleicht ein passendes Geschenk für diesen Menschen ist.

An wen kann ein Hund verschenkt werden?

Da ein Hund ein Lebewesen mit Gefühlen ist, dass sich außerdem sehr nah seinem Besitzer anschließt, sollten Sie vorher wirklich genau überlegen, ob Sie einen Hund verschenken. Für den Vierbeiner wäre es schlimm, wenn er wieder abgegeben wird. Und auch der Beschenkte würde sich sehr grämen, wenn er das Geschenk ablehnen muss.
Grundsätzlich sollten Sie einen Hund nur an nahestehende Menschen verschenken. Hier kennen Sie die Lebensumstände genau und können einschätzen, ob derjenige sich wirklich über einen Hund freuen würde. Beurteilen Sie kritisch und realistisch, ob es wirklich der richtige Zeitpunkt ist, einen Hund zu schenken.

Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  1. Hat derjenige wirklich genügend Zeit? Ein alleinlebender Mensch mit einem Vollzeitjob ist leider nicht der geeignete Mensch, um einen Hund zu halten.
  2. Verfügt derjenige dauerhaft über die finanziellen Mittel, um die laufenden Kosten für einen Hund zu tragen?
  3. Ist derjenige gewillt und in der Lage, bei Wind und Wetter mehrmals täglich vor die Tür zu gehen?
    Darf derjenige überhaupt ein Haustier in seinen Wohnräumen halten? Und sind diese geräumig genug, damit ein Hund dort gut leben kann?

Wenn Sie diese Fragen abgeklärt haben, sollten Sie versuchen, herauszufinden, welche Art von Hund der zu Beschenkende sich denn eigentlich vorstellt:

  1. Soll es ein großer, mittelgroßer oder kleiner Hund sein?
  2. Welche Eigenschaften sollte der Hund haben?
  3. Verspielt oder ruhig, sportlich oder gemütlich, wachsam oder gutmütig?
  4. Und findet der zukünftige Hundebesitzer eher langhaarige oder kurzhaarige Hunde hübscher?
  5. Gibt es vielleicht sogar eine spezielle Rasse, die derjenige gerne hätte?
  6. Oder darf es auch ein Mischling sein?
  7. Möchte der zu Beschenkende einen Welpen oder lieber einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz?
  8. Gibt es jemanden, der sich im Urlaubs- oder Krankheitsfall um das Tier kümmern kann?
  9. Sind Sie sicher, dass weder der Beschenkte noch jemand aus seinem Haushalt eine Allergie gegen Hundehaare hat?

Vielleicht könnten Sie einmal ganz unverbindlich mit dem zu Beschenkenden auf eine Hundemesse gehen oder zusammen ein Hundebuch durchblättern, um die oben genannten Punkte herauszufinden. Auch ein Spaziergang im Park, in dem viele Hunde unterwegs sind, kann aufschlussreich sein.

Warum ist ein Hund ein gutes Geschenk?

Schon viele Studien haben bewiesen, welch positiven Einfluss ein Haustier, und insbesondere ein Hund, auf den Menschen hat. Da ist zum einen der gesundheitliche Aspekt: Hundehalter sind gezwungen, jeden Tag mehrmals mit dem Hund spazieren zu gehen. Somit ist viel Bewegung an frischer Luft garantiert, was sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat und das Immunsystem auswirkt. Sportliche Hunde sind auch gute Begleiter beim Joggen, Radfahren und Reiten. So macht der eigene Sport doch gleich viel mehr Spaß. Ältere und kränkliche Menschen werden durch einen Hund täglich animiert, sich zu bewegen, was der Gesundheit natürlich sehr gut tut.

Zum anderen hat man in einem Hund natürlich in gewisser Weise auch einen Lebenspartner. Er liebt seine Menschen bedingungslos und ist immer da, wenn man jemanden zum Kuscheln braucht. Hunde lassen sich stark auf ihre Menschen ein und reagieren dementsprechend auch auf menschliche Emotionen. Bei Traurigkeit, Wut oder Sorgen werden sie häufig besonders anhänglich und versuchen, den Menschen auf ihre Weise zu trösten. Dadurch, dass ein Hund jedoch andererseits trotzdem regelmäßig versorgt werden muss, können die eigenen Sorgen auch etwas in den Hintergrund gedrängt werden. Gerade das regelmäßige Spazierengehen kann helfen, in schwierigen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren. Zudem lernt man als Hundebesitzer meist viele andere Herrchen und Frauchen kennen, sodass ein Hund auch für neue Sozialkontakte sorgen kann. Nicht selten sind in Parks und auf Hundewiesen ganze Gruppen von Menschen und Hunden unterwegs. Und durch die fröhlichen Vierbeiner fehlt es auch nie an Gesprächsstoff. So manch einer hat so auch tatsächlich seinen Partner kennengelernt.

Auch Kinder profitieren sehr von einem Hund. Selbstverständlich tragen die Eltern immer die Hauptverantwortung für das Tier. Trotzdem lernen Kinder ab dem Kindergartenalter, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Ein Hund kann ein toller Vertrauter und Spielkamerad sein, wenn auch seine eigenen Bedürfnisse nicht zu kurz kommen. Bevor Sie einem Kind einen Hund schenken, sollten Sie jedoch bitte auf jeden Fall immer mit den Eltern sprechen.

Welcher Hund ist der richtige?

Es gibt über 350 anerkannte Hunderassen und unzählige bunte Promenadenmischungen. Da fällt die Entscheidung gar nicht so leicht, welcher Hund es sein soll. Die erste Entscheidung gilt es hinsichtlich der Größe zu treffen. Diese richtet sich in erster Linie natürlich nach der Vorliebe des zu Beschenkenden, aber auch nach dessen Lebensumständen. Ein Irish Wolfhound in einem 1-Zimmer-Appartement macht wenig Sinn, ein filigraner Chihuahua in einer quirligen Großfamilie auch eher nicht.

Grundsätzlich haben kleine Hunderassen den Vorteil, dass der Alltag mit ihnen oft etwas einfacher ist. Zum einen ist der Platzbedarf nicht so hoch, was in kleineren Wohnungen oder im Auto sehr wichtig sein kann. Auf Flugreisen dürfen Hunde bis 8 Kilogramm häufig in der Kabine mitfliegen, größere Hunde müssen in den Frachtraum. Auch beim Bahnfahren ist ein kleiner Hund natürlich schneller einmal auf den Arm genommen oder in eine Hundetasche gepackt. Beim Tierarzt und bei der Ausstattung kostet ein kleiner Hund häufig weniger als ein großer Hund. Auch ein kleinerer Hund benötigt regelmäßigen Auslauf, Bewegung und Beschäftigung. Aber gerade die kleinen Begleithunde geben sich auch mit kürzeren Spaziergängen zufrieden. Doch Vorsicht: Terrier und Dackel sind auch im Kleinformat äußerst bewegungsfreudig! Beliebte kleine Hunderassen sind beispielsweise Malteser, Havaneser, Mops, Französische Bulldogge, Yorkshire Terrier, Jack Russel Terrier und Lhasa Apso.

Doch viele Menschen träumen trotzdem von einem großen Hund. In diesem Fall sollte natürlich auch nicht über diese Vorstellung hinweggesehen werden. Stimmen die Voraussetzungen, spricht nichts gegen einen größeren Hund. Mittelgroße Hunderassen sind beispielsweise: Labrador, Golden Retriever, Tibet Terrier, Border Collie, Australian Shepherd, Entlebucher Sennenhund oder der Deutsche Schäferhund. Wer es ganz groß mag, für den wäre vielleicht eine Deutsche Dogge, ein Irish Wolfhound, ein Barsoi oder ein Leonberger der richtige Hund.

Auch Mischlinge haben ihren ganz eigenen Charme. Allerdings sollten Sie, wenn Sie einen solchen als Welpen verschenken, doch zumindest ungefähr wissen, wie groß das Tier einmal wird.

Soll es tatsächlich ein Rassehund werden, kaufen Sie diesen bitte nur bei einem seriösen Züchter! Dieser zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er höchstens zwei Rassen züchtet, die Welpen frühestens ab der 8. Woche abgibt, Sie schon vorab die Welpen samt Muttertier besuchen dürfen und er Ihnen alle Fragen beantwortet. Das hat sicherlich seinen Preis. Doch Hundehändler aus Osteuropa, die immer wieder mit sehr billigen Welpen auf Rastplätzen und Märkten stehen, sollten Sie keinesfalls unterstützen. Es kann nämlich gut sein, dass Sie hier einen kranken Hund erwerben. Und das wäre ja nun wirklich kein gutes Geschenk.

Hunde aus dem Tierschutz verschenken

Der Gedanke klingt gut: Einem armen Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause schenken und gleichzeitig einen lieben Menschen damit glücklich machen. Doch beim zweiten Hinsehen ist diese Idee vielleicht doch nicht ganz so gut. Erwachsene Hunde aus dem Tierschutz haben meist schon eine mehr oder weniger schlimme Vergangenheit. Auf jeden Fall haben sie schon relativ gefestigte Charaktereigenschaften und vielleicht auch die ein oder andere unwillkommene Eigenheit. Hier sind oft Hundeerfahrung und viel Fingerspitzengefühl gefragt. Die meisten Tierschutzvereine würden auch einen Hund nicht abgeben, wenn herauskommt, dass er als Geschenk geholt wird. Dazu gibt es meist noch eine Nachkontrolle des neuen Zuhauses. Ob man sich auf all diese Gegebenheiten einlässt, sollte man doch am besten selbst entscheiden. Daher ist es eher nicht zu empfehlen, einen erwachsenen Hund aus dem Tierschutz zu verschenken.

Schenken Sie doch noch etwas dazu

Gerade wenn sich vielleicht mehrere Leute zusammentun, kann – außer dem Hund – auch die Erstausstattung dazu geschenkt werden. Denn Leine, Halsband, Körbchen, Futternäpfe und Co. werden auf jeden Fall benötigt. Hier gibt es für alles eine große Auswahl an Designs, Farben, Ausführungen und Preisklassen, sodass Sie sicher das Richtige finden. Um den Beschenkten zu überraschen, können Sie dann das Zubehör schön verpacken und ihm als Geschenk überreichen. Erst, wenn er sich wundert, was er denn mit diesen ganzen Dingen machen soll, können Sie das vierbeinige Präsent hereinholen. Die Freude wird sicher groß sein!

Wenn Sie die Auswahl der Accessoires dem zukünftigen Hundebesitzer selbst überlassen möchten, können Sie ihm auch einen Gutschein über Ihre Mithilfe schenken. Wenn Sie ein Wochenende das Hundesitting oder regelmäßige Gassirunden übernehmen, freut sich der Beschenkte sicher sehr. Und somit haben auch Sie selbst etwas von dem schwanzwedelnden Geschenk.


Bildnachweis: Kostenlose Bilder von pixabay.com

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*